FOTI zum Wochenende #6 – Farbraum & Monitorkalibrierung

Hallo liebe Leser,

da ich in den letzten Jahren immer mal wieder Kunden hatte, die mit Ihrem Print Ergebnis nicht zufrieden waren aufgrund fehlender Kenntnisse im Bereich Farbmanagement, möchte ich Euch das Thema heute etwas näher bringen.

Hier und da kommt es schon einmal vor, dass man über den Farbraum Parameter stolpert, sei es in den Kamera Einstellungen wenn man seine Bilder in JPG aufnimmt (spielt bei RAW Aufnahmen keine Rolle), im Bildbearbeitungsprogramm, im Monitor Menü, in den Druckereinstellungen oder beim Scanner.

Grundsätzlich gilt für den Einsteiger: Immer sRGB auswählen!

sRGB ist aber auch in der Regel überall voreingestellt 🙂

Was aber ist denn überhaupt der Farbraum?

Kurz gesagt, er definiert die Anzahl der darstellbaren Farben auf dem Ausgabegerät und sRGB ist der kleinste gemeinsame Nenner aller verfügbaren Farbräume (Egal ob Monitor, Kamera, Drucker usw.). Aus diesem Grund ermöglicht uns sRGB eine halbwegs gleiche Farbdarstellung auf unterschiedlichen Geräten.

Fast alle Geräte des heutigen Consumer Bereichs sind auf den sRGB Farbraum ausgelegt, egal ob Beamer, Handy, Notebook, Bildschirm oder Drucker. Zudem gibt es viele online Ausbelichter, die in der Regel gar kein oder kein richtiges Farbmanagement anbieten und alles auf sRGB ausgeben.

Der häufigste Fehler der von vielen begangen wird, ist die Verwendung des AdobeRGB Farbraums!

Darum empfehle ich allen, die sich mit Farbmanagement, ICC-Profilen usw. nicht auskennen … bitte verwendet immer nur sRGB als Farbraum, um spätere Enttäuschungen im Voraus zu vermeiden!

Klar hat das AdobeRGB Profil einen deutlich größeren Farbraum und kann viel mehr Farben darstellen als sRGB. Kann Dein Monitor Dir das denn auch anzeigen bzw. hast Du einen AdobeRGB fähigen Monitor? Ist er entsprechend kalibriert und profiliert? Denn beim konvertieren von AdobeRGB in sRGB können Farbverschiebungen auftreten, was dann z.B. im Druck zu Fehlfarben führt. Es stellt jedoch kein Problem dar, ein sRGB in ein AdobeRGB zu konvertieren. Das kann man sich am besten mit einem Glas Wasser verdeutlichen: Ich kann ein Glas Wasser mit 0,3l Inhalt (sRGB) ohne Probleme in ein 0,5l Glas (AdobeRGB) kippen ohne das was verloren geht aber nicht umgekehrt 😉

Diesbezüglich möchte ich euch einen ausführlichen Beitrag von Andreas Beitinger zum Thema Monitorkalibrierung verlinken, der das Thema meiner Meinung nach sehr gut und verständlich erklärt. Es lohnt sich aber auch, die anderen Themen seiner Homepage zu erkunden!

In diesem Sinne bis bald
RAVE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.