FOTI zum Wochenende #2 – Blende

Heute erzähle ich Euch was über die Blende …

Ich heiße Euch herzlich willkommen bei den Foto Tipps zum Wochenende!

Die Blende

Sie ist kein Hexenwerk und auch recht einfach zu verstehen. Man kann sie in etwa mit einem Wasserhahn vergleichen … drehe ich was Wasser nur wenig auf, dauert es recht lange bis ich den Wassereimer voll habe … wenn ich ihn jedoch voll aufdrehe ist der Eimer auch schneller voll.
Die Blende hingegen bestimmt, welche Menge an Licht auf den Sensor/Film fällt während der Auslösung. Habe ich eine Offenblende eingestellt von 2.8 (Wasserhahn voll aufgedreht) … kann mehr Licht auf den Sensor/Film fallen als bei einer Blende von 22 (Wasserhahn nur leicht aufgedreht) bei gleicher Verschlusszeit (Wasserhahn jeweils gleich lange geöffnet).

Hier kann man jetzt in Verbindung mit der Verschlusszeit die Abhängigkeit erkennen und auch entgegenwirken. Ich kann z.B. ein Bild mit 1/250 und Blende 2,8 aufnehmen um es zu belichten … aber ich könnte genauso gut das Bild mit 1/30 und Blende 8 belichten … das Ergebnis ist von der Belichtung her identisch, jedoch könnte ich durch die kurze Verschlusszeit von 1/30 auch verwackeln und das wollen wir ja nicht unbedingt 😉

Der ein oder andere mag sich jetzt fragen wo denn dann der Unterschied zur Verschlusszeit ist, wenn beides doch nur in irgendeiner Form die Menge an licht bestimmt die auf den Sensor/Film trifft. Den Unterschied macht der Schärfebereich um unseren Fokuspunkt herum … auch Tiefenschärfe genannt … die Verschlusszeit beeinflusst jedoch nicht den Schärfebereich, also den Bereich um den unser Bild scharf werden soll. Das übernimmt die Blende!

Wenn ich also mit Blende 2.8 fotografiere und mehr Licht einfällt, ist der Schärfebereich klein und der Fokus bestimmt ab welcher Stelle unser Bild scharf wird … drum herum entsteht das sogenannte Bokeh … benutze ich jedoch wie im Beispiel eine Blende 8 kann weniger Licht einfallen und der Schärfebereich dehnt sich aus und macht das Gesamtbild immer schärfer, je höher ich mit der Blende gehe … und das von vielen so geliebte Bokeh verschwindet gleichzeitig auch immer mehr. Um das Bild bei Blende 8 nun wieder gleich zu belichten muss ich natürlich die Verschlusszeit erhöhen um den geringeren Lichteinfall wieder auszugleichen!

Nehmen wir auch hier zum Vergleich noch einmal den Wassereimer heran … Habe ich den Wasserhahn ganz geöffnet (kleine Blendenzahl z.B. 2.8=große Blendenöffnung) fließt viel Wasser in den Eimer und rund um die Stelle wo das Wasser in den Eimer trifft (Fokuspunkt) entsteht viel Unruhe auf der Wasseroberfläche (Unschärfe) … drehe ich hingegen den Wasserhahn nur minimal auf (große Blendenzahl z.B. 11=kleine Blendenöffnung), kommen nur wenige Tropfen hintereinander auf der Wasseroberfläche an und die Wasseroberfläche wird schon viel ruhiger (Schärfe) … ich muss halt nur den Wasserhahn entsprechend länger öffnen (länger belichten) um den gleichen Füllstand (gleiche Belichtung)  zu bekommen … das verwirrende für die meisten ist, dass eine große Blendenöffnung eine kleine Blendenzahl bedeutet und umgekehrt 😉

 

Es gibt übrigens einen sehr guten Simulator für Blende und Schärfentiefe im Verhältnis zur Brennweite unter folgendem Link, welchen Ihr Euch mal ansehen solltet!

Ich hoffe, ich konnte Euch das mit der Blende einigermaßen verständlich machen und freue mich über Euer Feedback!

In der nächsten Folge geht es dann weiter mit dem ISO Wert.

Habt ein schönes Wochenende, macht es gut und bis bald

Euer
RAVE

PS: … wer noch mal was zur Verschlusszeit lesen möchte macht hier KLICK 😉

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